SKIPPERTIPPS von A bis Z

Kroatischer Such- und Lebensrettungsdienst Telefon

9155 oder 195 (mit Vorwahl 00385-51-9155 oder 00385-51-195)

Bojen I

Die Betreiber der Bojen Felder empfehlen die Boje aus dem Wasser zu heben und den Festmacher am unteren Ring der Boje zu befestigen.

Bojen II

Eine besonders sichere Art des Festmachens an der Boje ist, von beiden Bugklampen jeweils einen Festmacher an der Boje zu befestigen.

 

Yacht mieten Kroatien – Tierwelt

Hai

Gefährliche Hai Arten kommen in der Adria nicht vor, es verirren sich selten einzelne größere Exemplare hierher. Trotzdem wird empfohlen nur da zu Schwimmen, wo man den Grund sehen kann. Auch sollte nicht nachts in der Nähe größerer Boote geschwommen werden

 

giftiger Fisch Petermännchen

Das Petermännchen gehört zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren!

Besonders schmerzhaft und gefährlich ist das Gift des Petermännchens, der sich auch im Sand vergräbt. Der Stich brennt höllisch und schwillt ca. 4 Wochen lang an. Einzige Möglichkeit der Linderung ist ca. 45° C heißes Wasser, in das man Hand oder Fuß legt. Das Gift besteht nämlich aus hitzeempfindlichen Eiweißen.

Den sofort einsetzenden heftigen Schmerz haben wir genauso wie beim Drachenkopf behandelt: Die Hand sofort (!) in sehr warmes Wasser (Achtung: mit der gesunden Hand immer prüfen, ob es nicht zu heiß ist: Verbrühungsgefahr!) gehalten und dieses immer wieder erhitzt. Nach langen 2,5 Stunden war der Schmerz komplett weg und die Hand nur noch durch das Wasser etwas empfindlich.

Generell ist zu beachten, dass gestochene Personen u.a. Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufkollaps bekommen können. Sie sollten deshalb unter verstärkter Beobachtung durch die restliche Crew gestellt werden. Dazu gehört evtl. auch für 24h eine (Nacht-)Wache und das Verbot, Tätigkeiten, bei denen man in die See fallen kann, auszuführen (auch z.B. über die Reling zu urinieren etc.).

Das Petermännchen ist ein farbenprächtiger Fisch mit komplettem Flossensaum auf der Unterseite und einem fächerartigen Schwanz!

Petermännchen und Skorpion Fisch: Mit einer Schere die Stacheln entfernen, oder auf dem Fischmarkt machen lassen. Sonst Stichwunde darum herum stark kühlen um die Blutzirkulation zu minimieren und die Stelle selbst erhitzen. Das Gift ist ein Eiweiß Komplex, der zeitlich und temperaturabhängig nicht stabil ist und bald zerfällt. Wichtig: Sofortmaßnahme! Geht das Gift ins Blut, gibt es langwierige Probleme (Nekrosen etc.)

giftiger Fisch Drachenkopf

Dazu schreibt uns Pitter:

Ich habe das Glück gehabt, beim Angeln in der Bucht einen sehr gut schmeckenden Drachenkopf zu fangen. Leider war mir nicht bewusst, dass dieser Fisch zu dem Skorpion Fischen zählt und nach dem „Petermännchen“ als zweitgiftigster Fisch des Mittelmeeres gilt.

Er sah schon so wehrhaft mit seinen Stacheln aus, dass ich ihn vorsichtig tötete und ausnahm.

Als alles im Prinzip schon fertig war, habe ich ihn auch noch geschuppt und mich leider dabei an der giftigen Afterflosse gestochen. Der Schmerz nahm immer mehr zu. Da ich früher mal gelesen hatte, dass das Gift der Meeresbewohner bei 65 Grad zerfällt, habe ich glücklicherweise wohl das einzig richtige getan:

Einen Topf mit Wasser erhitzt, so dass ich mit der gesunden Hand noch soeben hineinfassen konnte, und dann meinen verletzten Finger hineingehalten.

Achtung wichtig: Das Wasser darf natürlich nicht so heiß sein, dass man darin verbrüht!!! Als das Wasser nur noch warm war, habe ich es wieder entsprechend erhitzt. Nach ca. 1,5h ließ dann der starke Schmerz zunehmend nach und verschwand nach ca. 2 Std. ganz.

Zurück blieb nur noch ein etwas angeschwollener Finger.

 

Yachtcharter Kroatien

Quallen

betroffene Stellen mit Sand abreiben, das Gift mit Essig neutralisieren.

 

Tipp von Albert Funk:

Letztes Jahr hat eine Feuerqualle meinen Sohn sehr stark am Handrücken verätzt. Die Wunde war wie eine Säure- oder Laugenverätzung und hat sich Monate lang nicht geschlossen;

auch Hautärzte können im Nachhinein den Heilprozess kaum beschleunigen, da der Schaden am Gewebe schon tief saß. Die Narben sind nach einem Jahr immer noch sichtbar.

Von den erwähnten Mitteln erscheint mir nach einigem Googeln Essig, Abrasieren und heißes Wasser (Vorsicht vor Verbrühungen, besonders Kleinkinder!!!) wohl die wirksamsten Mittel zu sein.

Jedoch sollte man vorbeugen, die Quallen- und Sonnenschutzcreme „Canea“ beinhaltet dazu besondere Wirkstoffe.

In Selbstversuchen mit Quallen habe ich die Substanz noch nicht getestet, aber wenn auch nur 50% der Nesseln deaktiviert werden ist das wohl ein großer Fortschritt.

Auch wenn keine Quallen direkt zu sehen waren haben wir beim Schwimmen schon oft eine Nessel gestreift, die eine brennnesselartige Rötung der Haut hervorruft. also Vorsicht.

Dazu schreibt uns Pitter:

Bei verschiedenen Quallen Sorten ist es nicht richtig mit Sand zu reiben! Es kann zu einer Nesselexplosion kommen die dann die Giftzufuhr in den Körper des Opfers erst recht startet.

Ich hatte das Pech, mit meinem Sohn in eine portugiesische Galeere zu kommen und habe die First Aid noch gut im Kopf. Spülen mit dem Wasser aus dem das Tier kommt (lach nicht – es gibt Süßwasserquallen!). Dieses Wasser sollte evtl. erwärmt sein, damit die Eiweißmoleküle der Giftmischung (jede Qualle hat nicht nur ein Gift) sich zersetzen. Ansonsten hilft nur ein Spurt zum nächsten Krankenhaus. Dort wird meist eine Salzlake aufgebracht, die dann die Poren öffnet und erst dann lassen sich die Nesseln ohne Gefahr lösen. Eine Schmerzbehandlung ist unumgänglich!

Reiben bei einer z.B. portugiesischen Galeere kann einen Herzkranken ins Jenseits bringen!

Ralf-Ulrich Wilbrand hat eine interessante Methode bei der DLRG entdeckt:

Die Küstenstationen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) setzen auf Rasierschaum. Nach dem Kontakt mit einer Feuerqualle entfernt dieser wirkungsvoll die Nesseln und verschafft der Haut so Linderung. „Wer mit Feuerquallen in Berührung kommt, sollte das Wasser sofort verlassen und die betroffenen Hautstellen mit Essig oder Rasierschaum einreiben. Den Schaum trocknen lassen und mit einem stumpfen Gegenstand wie einem Messerrücken oder einer Plastik-Kinderschaufel abreiben, um so die Nesseln von der Haut zu lösen. Danach die Körperregion ruhigstellen.

Bei starken Schmerzen und Hautrötungen sollte zur Vorsicht ein Arzt aufgesucht werden“.

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Tipp von Herwig Mayrhofer:

Mein Typ den ich selber bereits Jahrelang als Taucher benütze: Mit PERTROLEUM (aus der Apotheke, habe ich immer an Bord) abtupfen NICHT REIBEN. Nach 30 Minuten keine Schmerzen und nächsten Tag alles OK!!!!!!

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Tipp von K. Reichart:

Immer starke Ammoniaklösung an Bord haben. Kann dann notfalls zum flächigen Spülen verdünnt werden. Urin, auch von mehreren gesammelt hat, bei portugiesischen Galeeren schon Leben gerettet.

 

Ratten

Ja, Ratten gibt es überall, auch in Kroatien. Ratten sind neugierig und haben immer Appetit. Dazu sind Ratten geschickte Kletterer, die ohne Problem über eine Landleine an Bord kommen können.

Die Chance auf ungebetenen Besuch ist in belebten Marinas gering. Anders verhält es sich in einsamen Buchten. Der Versuch Ratten mit Fallen zu fangen oder zu vergiften ist selten erfolgreich, und, wer hat schon gerne größere Mengen Gift an Bord.

Ein probates, biologisches Mittel gibt es allerdings: Versehen Sie die Leine mit drehbaren Scheiben. Zur Not tun`s auch ein paar leere Mineralwasserflaschen. Die Ratte findet nun auf ihrem Weg über die Leine plötzlich keinen Halt mehr und fällt ins Wasser. Keine Angst, sie wird sich nicht auf die Yacht, sondern, da Ratten gute Schwimmer sind, zurück an Land retten. Da diese Tiere sehr intelligent sind, ist ein zweiter Versuch dieser Ratte unwahrscheinlich.

Schlangen

In Kroatien leben drei Arten giftiger Schlangen, die Hornotter/Hornviper, die Kreuzotter und die Wiesenotter, die auch Spitzkopfotter oder Karstotter genannt wird. Hinzu kommen zwei Arten schwächer giftiger Schlangen, die Katzennatter und die Eidechsennatter. Aber nur die Hornotter und die Kreuzotter sind eine potentielle Gefahr für die Gesundheit der Menschen. Auf vielen Inseln leben keinerlei Schlangen.

Bei Begegnung mit Schlangen, sollte umgehend der Rückzug angetreten werden. Besondere Vorsicht ist beim Klettern an Felsen geboten. Immer darauf achten wo Halt gesucht wird.

Sollte es jedoch zu einem Biss kommen, ist umgehend die Rettung zu verständigen.

Alle größeren Krankenhäuser verfügen über ein Gegengift.

Seeigel

Sollte man trotz aller Vorsicht einmal in einen Seeigel getreten sein, die eingedrungenen Stacheln mit einer Pinzette entfernen und das Gift mit Essig neutralisieren.

dazu ein Tipp von K. Reichart:

Die Stacheln auf keinen Fall mit einer Pinzette ziehen, sie brechen beim kleinsten Wackler ab. Die Einstichstelle mit einer sterilen angeschliffenen gröberen Injektionskanüle etwas weiten. Das ist in der Lederhaut nicht schmerzhaft. Dann etwas tiefer stechen (ev. schmerzhaft) und heraushebeln / schieben. Desinfizieren und gut ist es. Habe einmal einer Schwimmerin die nachts auf einer Kolonie Seeigel landete (Ausbringen einer Landfeste bei einem Gewitter) ca. 30 Stacheln aus den Oberschenkeln geholt. Ganz ohne Folgen! Meiner Schwester habe ich schmerzhaft die Fußsohlen behandelt. Branntwein oben, Merfen unten und dann schmerzfrei.

 

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Tauchen

Es gibt nach wie vor die Möglichkeit eine Jahreslizenz zu kaufen. Mit dieser Lizenz sind Sie berechtigt, ohne offizielle Begleitung zu tauchen. Dabei ist zu beachten, dass viele Gebiete nicht getaucht werden dürfen. Dazu gehören Naturschutzgebiete und historisch wertvolle Plätze. Letztere dürfen aber mit offizieller Begleitung (Führer aus einer Tauchschule) besichtigt werden.

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass es auch eine günstigere Variante für 100 Kuna gibt. Diese berechtigt jedoch nicht zu Tauchgängen ohne offizielle Begleitung.

Für Informationen ist das kroatische Wirtschaftsministerium, Abteilung Tauchsport zuständig:

Tel: 00385 1 4561-792; 00385 1 4561 555

Fax: 00385 1 4828-499

Web: www.hgk.hr

Email: lmiscin@hgk.hr oder turizam@hgk.hr